Eine Glocke ruft zur Arbeit

Diese Glocke hing von 1823 bis etwa 1910 in einem Türmchen der ehemaligen Spinnerei Wängi. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als auch die Spinnerei entstand, stellte man Arbeiter aus der ländlichen Bevölkerung an. Ein Grossteil der Arbeiter besass aber noch keine Uhren. Die meisten lebten nach ihrem landwirtschaftlich geprägten Tagesrhythmus. So brauchte es ein Signal, wenn die Angestellten ihre Arbeit aufnehmen sollten. Also verwendete man Kirchenglocken, deren Klang sich die Leute gewohnt waren. Am Anfang des 20. Jahrhunderts brannte die Spinnerei Wängi ab. An ihrer Stelle wurde 1919 die Weberei Wängi gebaut, die sich lange behauptete.